LISBETH QUARTETT GEWINNT ECHO JAZZ 2012
Das Lisbeth Quartett gewinnt den Echo Jazz 2012 in der Kategorie Newcomer des Jahres national!
Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Echo Jazz Preises.
MEDIA
In der Rubrik "MEDIA" gibt es jetzt Videos von LISBETH sowie Ausschnitte aus der neuen Platte »Constant Travellers«
UPCOMING CONCERTS
20. 4. German Jazz Expo JAZZAHEAD, Bremen
3. 6. Echo Jazz Preisverleihung, Gläserne Manufaktur , Dresden
7. 6. Naked Jazz Series @ Terzo Mondo, Berlin
13. 6. Festival Mitte Europa, Kleinlosnitz
4. 7. Exil, Berlin
5. 7. Pumpwerk, Wilhelmshaven
6. 7. Eldenaer Jazzevenings, Greifswald
5. 8. Frankfurt, TBA
18. 11. Kammermusikreihe Ratssaal, Uelzen
21. 11. Hospitalkirche, Schwäbisch Hall
22. 11. Schloss Landestrost, Neustadt
23. 11. Jazzstudio, Nürnberg
24. 11. Unterfahrt, München
25. 11. BFlat, Berlin
2013
24. 1. Kammermusiksaal, Bonn
25. 1. Voltaire, Frankfurt
26. 1. Bunker, Bielefeld
VERGANGENE KONZERTE (Auswahl)
Dublin, 12Points Jazzfestival
Schloss Reinhartshausen, Rheingau Musikfestival
München, Unterfahrt
Burghausen, Jazzwoche
Braunschweig, City Jazznight
Salzau, JazzBaltica ::: JazzBaltica Förderpreis 2010 :::
Palatia Jazzfestival
Berlin, Jazzmeeting
JAZZFEST BERLIN @ A Trane
Alben
CD Release ::: Constant Travellers
28.10.2011 ::: Traumton Records

Pressestimmen Constant Travellers
Nichts ist in dieser Musik vorhersehbar, nichts ist sicher. Das junge Lisbeth Quartett gibt eine Demonstration der Reife.DIE ZEIT #44, Stefan Hentz
Mit großer Seelenruhe und einiger nie zur Schau gestellten Virtuosität begeben sich hier vier Musiker auf eine viel versprechende Expedition, auf deren weiteren Forschungsergebnisse man in der Zukunft gespannt sein darf. RONDO, Josef Engels
(...) Momente voller rauschhafter Energie, wie man sie in dieser Intensität und Intimität selbst von derartigen Hoffnungsträgern kaum erwartet hätte. Jazzthing
Charlotte Greve, Manuel Schmeidel, Marc Muellbauer und Moritz Baumgärtner spielen sich die Bälle zu mit organischer Intelligenz, cooler Souveränität und raffiniertem Grips. Jazzpodium, Tobias Böcker
Grow ::: Doublemoon (2009)
JazzThing Next Generation

Pressestimmen Grow
Auf unaufgeregte Weise vermeidet Charlotte es, anders zu sein. Und gerade deshalb ist sie es. (…) ein bemerkenswertes Debüt.
Jazzthing
Die vier jungen Musiker überzeugen durch filigranes Handwerk. Ein überzeugendes Versprechen für die Zukunft.
Financial Times Deutschland
(…) ein ausgeprägtes Gespür für Melodien und einen so berührenden lyrischen Ton. (…) die Prophetin des Einfachen. Einfach berührend.
Süddeutsche Zeitung
Das Quartett besticht mit Kompositionen auf der Höhe der Zeit, ausgereifter Technik und variablem Sound.
Fono Forum ****vier Sterne für Musik und Klang
Lisbeth Quartett
Charlotte Greve – Saxophon, Kompositon
Manuel Schmiedel – Piano
Marc Muellbauer – Bass
Moritz Baumgärtner – Schlagzeug
Höher, weiter, schneller. Ja, es gibt diese seltsame Überzeugung: Jazz muss rasant, weltgewandt und unverbindlich sein wie ein Geschäftsmann auf Reisen. Überbordende Virtuosität scheint oftmals entscheidender als Nachhaltigkeit, ein schillerndes Konzept wichtiger als Bescheidenheit.
Umso erstaunlicher muss einem da das Lisbeth Quartett aus Berlin vorkommen. Drei der vier Mitglieder sind Anfang 20, aber wenn man die Musik der von der Saxofonistin Charlotte Greve gegründeten Formation hört, glaubt man, es mit lauter alten Seelen zu tun zu haben, denen sämtliche falsche Hektik vollkommen fremd ist.
Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Stücke des Quartetts sind durchweg modern, sie leben von den Grooves und Kompositionsprinzipien der Jazz-Gegenwart. Aber in den Melodien und in den Soli offenbart sich eine Souveränität und ruhige Neugier, die nichts mit der Hektik der Billigflieger-Mentalität unserer Tage zu tun hat. Greve, Pianist Manuel Schmiedel, Bassist Marc Muellbauer und Schlagzeuger Moritz Baumgärtner sind Reisende alter Schule. Bedächtig, aufmerksam und immer im Moment - Suchende abseits der breit getretenen Touristenpfade der improvisierten Musik.
Das Lisbeth Quartett ist auch deshalb ein Glücksfall für den deutschen Jazz, weil sich hier vier Instrumentalisten zusammengeschlossen haben, die sich gewähren lassen, fordern und ergänzen. Es sind ganz unterschiedliche Erfahrungen, die bei den Mitmusikern der mehrfach preisgekrönten Bandleaderin zusammenkommen. Während Manuel Schmiedel als einer der meistgefragten Pianisten der Berliner Szene gilt und derzeit mit US-Gitarrist Kurt Rosenwinkel zusammenarbeitet, ist der ebenfalls extrem umtriebige Drummer Moritz Baumgärtner als Teil von Indie-Rock- und Elektro-Bands aus dem Umfeld der einflussreichen Formation „The Notwist“ auch jenseits der Jazzszene aktiv. Marc Muellbauer schließlich, unter anderem Mitglied des Julia Hülsmann Trios, zählt zweifellos zu den wichtigsten Bassisten des Landes.
Als Teil der renommierten, von dem Magazin „Jazz Thing“ und dem Label „Double Moon“ verantworteten „Next Generation“-Reihe veröffentlichte das Lisbeth Quartett 2009 die Aufnahme „Grow“. Das CD-Debüt brachte der Band viel Beachtung ein. Klarinettist Claudio Puntin lobte die „naturgegebene, ansteckende Kraft“ im Spiel der Bandleaderin, Saxofonist David Binney attestierte ihr eine Weisheit in der Balladeninterpretation, die weit jenseits ihrer Jahre liege. Für das Lisbeth Quartett folgten Konzerte beim 12 Points Festival in Dublin, bei der Burghausener Jazzwoche, dem European Jazz Meeting in Berlin und dem Festival JazzBaltica in Salzau, wo Saxofonistin Greve mit dem „JazzBaltica Förderpreis 2010“ ausgezeichnet wurde.
„Constant Travellers“, das neue, bei „Traumton“ erscheinende Album, kann man als organische Weiterentwicklung von „Grow“ bezeichnen. Das Quartett ist gewachsen, offener geworden. Die vier Instrumentalisten begeben sich da auf eine Expedition zum Ursprung der Musik, zur Melodie. Sie machen sich dabei auf einen ähnlichen Weg wie ihre Forschungskollegen im Geiste, Lee Konitz, Bill Evans, Charlie Haden oder Paul Motian, aber sie kommen ganz woanders heraus.
Das suitenartige Titelstück „Constant Travellers“ ist dafür das beste Beispiel. Das an sich simple Thema wird von Musiker zu Musiker vorsichtig weitergereicht; es entsteht dabei eine Art schräger Kanon, der sich wie eine Mischung aus Bach-Fuge und Ornette-Coleman-Harmolodics ausnimmt. Mit still glühender Intensität spielt sich die Band in einen veritablen Rausch – um das Stück-Motiv anschließend im zweiten, balladesken Teil von „Constant Travellers“ zeitlupenartig zu sezieren. In dieser Suite findet sich alles, was das Lisbeth Quartett ausmacht: Eine nie zum Selbstzweck eingesetzte Fingerfertigkeit, eine ungemeine Konzentriertheit, aber auch eine spielerische Gewitztheit, die jeglichem Pathos vorbeugt.
Man kann es nicht anders sagen: Das Lisbeth Quartett ist ein Unikum in unserer hektischen mobilen Welt. Constant Travellers, mit Sinn, Herz und Verstand.